Institut für Soziologie
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Master ab WiSe 18/19

Zugangsvoraussetzungen | Studieninhalt | Bewerbung | Nebenfach | Fachstudienberatung & Studiengangskoordination | Prüfungs- und Studienordnung

Institut__41_masterDas Institut für Soziologie bietet einen forschungsorientierten 4-semestrigen Masterstudiengang an. Vor der Immatrikulation müssen alle Bewerber/innen ein Eignungsverfahren durchlaufen. Ein Studienbeginn ist nur zum jeweiligen Wintersemester möglich.

Der Masterstudiengang Soziologie hat einen Umfang von 120 ECTS Punkten. Bitte beachten Sie, dass der Masterstudiengang Soziologie reformiert wurde und ab dem WS 18/19 nur noch nach folgendem Studienplan studiert werden kann. Die Wahl eines Nebenfaches ist im reformierten Studiengang nicht mehr möglich.

Informationen zum Master Soziologie finden Sie auch auf dem Studieninformationsportal der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)

Studienplan Master Aktuell

Detailinformationen

Zugangsvoraussetzungen

Für die Zulassung zum Masterstudiengang Soziologie ist eine Hochschulzugangsberechtigung sowie ein abgeschlossenes erstes berufsqualifizierendes Hochschulstudium (mindestens ein Bachelorabschluss) nötig.

Beim Masterstudiengang Soziologie handelt es sich um einen konsekutiven Studiengang, dessen Lehrinhalte auf dem Wissen aufbauen, welches in einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulstudium (B.A.) in Soziologie erworben wurde.

Für den Masterstudiengang Soziologie gilt dennoch ein „offener“ Zugang für Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen aller Disziplinen. Die individuelle Studierfähigkeit wird in einem Eignungsverfahren (Satzung zum Eignungsverfahren (PDF, 26 KByte)) vor der Zulassung geprüft. Der Zweck dieses Verfahrens besteht in der Feststellung, ob neben den mit dem Erwerb des ersten Abschlusses nachgewiesenen Kenntnissen die Eignung für die besonderen qualitativen Anforderungen im Masterstudiengang Soziologie vorhanden ist.

Informationsblatt zu den Anforderungen des Eignungsverfahrens (133 KB)

Studieninhalt

Wie der Bachelor- ist auch der Masterstudiengang Soziologie stark forschungsorientiert. Die am Institut vertretene soziologische Forschung wird in einem klar strukturierten und integrativen Studienprogramm abgebildet, das verschiedene Schwerpunktsetzungen ermöglicht. In den Modulen „Soziologische Theorie“, „Soziale Ungleichheit“ und „Methoden“ (hier kann man wählen zwischen qualitativen und/oder quantitativen Methoden) werden Grundlagen gelegt und allgemeines Wissen aus dem Bachelorstudiengang vertieft. Darüber hinaus ist im ersten Studiensemester aus drei verschiedenen Angeboten ein forschungsorientierter Schwerpunktbereich für den weiteren Studienverlauf zu wählen: (1) „Gesellschaftstheorie und Zeitdiagnose“, (2) „Kultur, Geschlecht, Differenz“ oder (3) „Quantitative Ungleichheitsforschung“. In diesen Schwerpunkten wechseln sich jeweils theoretische und praktisch ausgerichtete Module (wie etwa Forschungsprojektseminare) ab, um den Studierenden Forschungskompetenzen u.a. durch die Mitarbeit an aktuellen Forschungsprojekten zu vermitteln. Indem die Masterstudierenden zugleich gemeinsam vertiefende Grundlagenveranstaltungen besuchen und auch einige Module aus den anderen Schwerpunkten belegen, wird beides möglich: Eine inhaltliche Spezialisierung, die mit der Offenheit für allgemeinsoziologische Fragestellungen und Wissensbestände verbunden ist. Für ein konsekutives Soziologiestudium in München oder auch für einen an den Schwerpunkt-Themen orientierten Studienortwechsel stellt der Masterstudiengang Soziologie an der LMU damit ein attraktives Angebot dar, das den Weg in unterschiedlichste Tätigkeitsfelder eröffnet.


MA-Schwerpunkt „Gesellschaftstheorie und Zeitdiagnose“
Wer soziologisch über „Gesellschaft“ nachdenkt, wird unweigerlich feststellen, dass eine solche Praxis Teil des Gegenstandes selbst ist: der Gesellschaft eben. In philosophischer Tradition galt „Gesellschaft“ als Sphäre besonderer Allgemeinheit, Gesellschaftstheorie mithin als der allgemeinste Teil soziologischer Theoriebildung. Von dieser Festlegung hat sich das Denken über „Gesellschaft“ längst verabschiedet. Die Gesellschaft, um die es in diesem MA-Schwerpunkt gehen soll, ist als ein besonderer Gegenstand unter anderen Gegenständen der Soziologie zu verstehen. Der Schwerpunkt vermittelt Kenntnisse darüber, wie über gesellschaftliche Strukturen und Prozesse, gesellschaftliche Selbstbeschreibungen und Konflikte um das hegemoniale Bild der „Gesellschaft“ alle sozialen Formen aufeinander bezogen werden. Um die Relation sozialer Phänomene begreifen zu können, bedarf es einer gesellschaftstheoretischen Perspektive. Das heißt ausdrücklich nicht, dass es der Gesellschaftstheorie nur um abstrakte Gegenstände ginge. Vielmehr sollen konkrete Gegenstände der Soziologie sowie ihre Forschung selbst aus einer gesellschaftstheoretischen Perspektive behandelt werden. Dazu gehört maßgeblich auch die Frage nach der zeitdiagnostischen Potenz der Soziologie, die stets zwischen der speziell soziologischen Thematisierung der Gesellschaft und außersoziologischen Formen ihrer Selbstbeschreibung changiert. Ziel des Schwerpunktes ist es, dass seine Absolventinnen und Absolventen mit der Fähigkeit ausgestattet werden, gesellschaftliche Phänomene, Konflikte und Kritik mit gesellschaftstheoretischen Mitteln beobachten zu können – und dass sie dies theoretisch informiert und methodisch kontrolliert einzuholen vermögen.

Beispielstudienplan Belegung mit Schwerpunkt "Gesellschaftstheorie und Zeitdiagnose" (48 KB)


MA-Schwerpunkt „Kultur, Geschlecht, Differenz“
Die klassische Kultur- und Wissenssoziologie hat sich für den Zusammenhang zwischen Repräsentationen und gesellschaftlichen Strukturen sowie Prozessen interessiert. Im Unterschied zu einer reinen Kulturwissenschaft ist sie als Soziologie stets mit ihren gesellschaftlichen Bedingungen befasst. Dieser MA-Schwerpunkt erweitert die klassische kultur- und wissenssoziologische Fragestellung um die Frage der sozialen Genese von Identitäten und Differenzen, von Bezeichnungen und Bedeutungen, von Eindeutigkeiten und Uneindeutigkeiten. Er schließt dabei an den klassischen Bestand der Kultur- und Wissenssoziologie ebenso an wie an neuere theoretische und empirische Forschungsfelder, die sich mit der Genese, dem Wandel und den Konflikten von Kategorisierungen beschäftigen. Die entsprechenden Grundlagen werden im ersten Modul vermittelt, durch eine Vorlesung und vertiefenden Veranstaltungen. Das zweite Modul vermittelt vertiefte methodologische Kenntnisse zu Forschungsfeldern rund um ‚Differenzen’, und fokussiert dabei einerseits auf aktuelle gesellschaftliche Dynamiken und andererseits auf Differenzkonflikte als Aspekt sozialer Wirklichkeit. Die empirischen Felder sind vielfältig und reichen von der Geschlechtersoziologie über die Fragen weiterer sozialer Kategorisierungen bis hin zur historischen und systematischen Kultursoziologie sowie der Soziologie der Kunst und ästhetischer Formen. Ein Forschungspraktikum im dritten Modul ermöglicht eigene Forschungsvorhaben im Bereich Kultur, Differenz, Geschlecht. Der Schwerpunkt schließt mit einem internationalen Forschungsworkshop zu einem ausgewählten Thema ab, der durch einen passenden Lektürekurs (internationaler Fachliteratur) vorbereitet wird. Ziel des Schwerpunktes ist es, den Absolventinnen und Absolventen einen theoretisch informierten und methodisch kontrollierten soziologischen Blick auf die Dynamik soziokultureller Formen zu vermitteln.

Beispielstudienplan Belegung mit Schwerpunkt "Kultur, Differenz, Geschlecht" (48 KB)


MA-Schwerpunkt „Quantitative Ungleichheitsforschung“

Dieser Schwerpunkt will für Forschungstätigkeiten aber auch praktische Berufsfelder (etwa Arbeit bei Umfrage- und Forschungsinstituten; Beratungstätigkeiten) im Bereich der quantitativen Forschung zu sozialen Ungleichheiten qualifizieren. Anwendungsfelder bilden dabei gemäß den Forschungsschwerpunkten der beteiligten Lehrbereiche etwa Arbeitsmarkt- und Geschlechterungleichheiten, Ungleichheiten in Familien, Forschung mit Surveys und Experimenten sowie Ungleichheitsmuster in osteuropäischen Gesellschaften. In den ersten drei Modulen werden theoretische und methodische Grundlagen der quantitativen Ungleichheitsforschung gelegt: durch eine Vorlesung zu theoretischen Ansätzen der Ungleichheitsforschung („Analytische Soziologie“) sowie vertiefende Seminare zu Erhebungs- („Datenerhebung“) und Auswertungsmethoden („Fortgeschrittene Methoden“). Die restlichen drei Module sind forschungsorientiert: Die Studierenden erhalten einen Überblick über ein Forschungsfeld („Analyse sozialer Ungleichheit“), eine Anleitung zu eigenem Forschen („Forschungspraktikum“) und Einblicke in die aktuelle Forschung („Forschungskolloquium“).

Beispielstudienplan Belegung mit Schwerpunkt "Quantitative Ungleichheitsforschung" (48 KB)

 

nach obenBewerbung

Folgende Dokumente sind für die Bewerbung zum Eignungsverfahren für das Wintersemester 2018/19 bis zum 15.07.2018 (Ausschlussfrist) einzureichen:

  • ein tabellarischer Lebenslauf mit der Angabe von Telefonnummer und Email-Adresse.
  • eine Kopie des Abschlusszeugnisses aus dem Erststudium oder, falls das erste berufsqualifizierende Hochschulstudium noch nicht abgeschlossen ist, ein Transcript of Records nach dem Leistungsstand des fünften Fachsemesters, aus dem hervorgeht, dass die Qualifikation für einen Masterstudiengang demnächst erreicht wird.
  • Unterschriebener PDF Ausdruck des ausgefüllten Onlineformulars (verfügbar ab März 2018), das vom Institut für Soziologie zum Download bereit gestellt wird (Achtung: Sie benötigen einen Drucker und den Acrobat-Reader, um das Formular nach dem Ausfüllen auszudrucken).
  • 2 Briefmarken (selbstklebend!) Standardbrief zu 70 Cent (Deutsche Post).

Bitte heften Sie Ihre Unterlagen mit einer Büroklammer zusammen, verzichten Sie bitte auf Klarsichthüllen, Bewerbungsmappen und Schnellhefter. Dies macht es uns einfacher, die Unterlagen zügig zu bearbeiten!

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an:

Institut für Soziologie
LMU München
- Eignungsverfahren Master-
Konradstr. 6
80801 München

Hinweise zur Bewerbung

  • Bewerbungen per E-Mail sind nicht möglich
  • es kann keine Bestätigung über den Eingang der Bewerbung gegeben werden (weder per Telefon noch per Email)
  • Alle Bewerberinnen und Bewerber mit fristgerechter und vollständiger Bewerbung erhalten eine schriftliche Einladung zur Eignungsprüfung
  • Wenn Sie sichergehen möchten, dass Ihre Unterlagen bei uns eingegangen sind, dann schicken Sie diese bitte per Einschreiben (Einwurf) oder geben diese persönlich ab.
  • Der Eignungstest findet am 01.08.2018 statt.

nach obenWichtige Hinweise für ausländische Studienbewerber/innen

  • Bitte beachten Sie, dass Sie sich parallel zum Eignungsfeststellungsverfahren auch beim Referat für Internationale Angelegenheiten bewerben müssen.
  • Beachten Sie bitte zusätzlich, dass Sie zum schriftlichen Eignungstest persönlich erscheinen müssen. Bitte planen Sie dies für eventuell benötigte Visumsanträge ein.
  • Noch ein wichtiger Hinweis: Die Lehrveranstaltungen werden vorwiegend in deutscher Sprache abgehalten. Sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind somit zwingend notwendig.

Ersatztermin

Bewerberinnen und Bewerber, die in begründeten Ausnahmefällen am Termin zum Eignungsverfahren nicht teilnehmen können/konnten, können unter Vorlage eines entsprechenden Attests bzw. Nachweises warum keine Teilnahme zum festgesetzten Termin möglich ist/war, zu einem Ersatztermin erscheinen. Bei Bewilligung eines Ersatztermines erfolgt eine seperate Einladung. Wenn Sie bereits zum Bewerbungszeitpunkt wissen, dass Sie nicht am Eignungstest teilnehmen können, legen Sie den Antrag bitte schon Ihrer Bewerbung bei. Der Antrag muss bis spätestens zum festgesetzten Termin der Eignungsfeststellungsprüfung erfolgen und ist zu richten an:

Institut für Soziologie
LMU München
- Ersatztermin Eignungsverfahren Master -
Konradstr. 6
80801 München

Der Antrag muss enthalten:

  • eine angemessene Begründung für die Nicht-Teilnahme (Nachweis des Fernbleibens durch z.B. Kopie einer Buchungsbestätigung, bei Krankheit ist ein Attest vorzulegen)
  • Ihre Kontaktadresse (etwa Email, Postadresse), über die wir Sie im Laufe des Verfahrens erreichen können

nach obenFachstudienberatung & Studiengangskoordination

Bei Fragen zu Studieninhalten, Studienaufbau und konkreter Studienorganisation sowie zur Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, wenden Sie sich bitte an die Fachstudienberatung. Bei Fragen zur Hochschulzugangsberechtigung wenden Sie sich bitte an die Zentrale Studienberatung.

Prüfungs- und Studienordnung

Die Prüfungs- und Studienordnung für den Masterstudiengang Soziologie (90 ECTS) finden Sie in Kürze hier.